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Durchführung der DGUF-Tagung 2020 "Wollen und brauchen wir mehr Archäologie der Moderne?" am 20. Sept. 2020 als Online-Konferenz

Der DGUF-Vorstand beschloss Ende Mai, die Jahrestagung am 20.9. als Online-Tagung zu veranstalten und aus ethischen Gründen auf die Präsenztagung in Kiel zu verzichten. Sehr lange haben wir als Veranstalter gezögert, haben jede positive Veränderung der Corona-Lage (nicht nur wegen der Tagung!) mit Freude und Hoffnung verfolgt. Vermutlich (aber nicht sicher) wäre eine Tagung unserer avisierten Größe im September behördlich auch erlaubt. Doch gerade die Lockerungen und Nachrichten der 2. Mai-Hälfte sowie das wachsende Wissen um die Infektionswege zeigten, dass Veranstaltungen mit vielen Personen in geschlossenen Räumen weiterhin mit einem hohen Gesundheitsrisiko verbunden sind – selbst in größeren Räumlichkeiten als im beengten Flandernbunker in Kiel. Wir wollen uns nicht in die Gefahr begeben, eine zwar sozial sehr erwünschte "analoge" Tagung mit vielen – auch ersehnten – persönlichen Begegnungen durchgeführt zu haben, dabei aber potenziell zum "Superspreader" zu werden. Selbst wenn wir Alle bereit wären, das (vermutlich kleine) persönliche Risiko auf uns zu nehmen: Wie steht es um unsere nahen Angehörigen oder Arbeitskollegen, an die wir im schlimmen Fall unsere Infektion weitergäben und die womöglich sogar zur Risikogruppe gehören? Wir müssen diese Last und Verantwortung von unseren Schultern nehmen, wir müssen sie aber auch allen Vortragenden und Teilnehmenden von der Schulter nehmen. Daher: wir freuen uns auf eine gut organisierte und inhaltlich gehaltvolle Online-Tagung in sicheren und stressarmen äußeren Verhältnissen! Denn nur verantwortungsvolles Handeln und persönliche Sicherheit lassen uns den Kopf frei haben für die Konzentration auf die wichtigen Inhalte, die wir behandeln wollen.

Modalitäten der DGUF-Online-Tagung

Die Tagung findet wie geplant am 20. Sept. statt – inkl. der üblichen Riten wie Tagungsanmeldung, Veröffentlichen eines Vortragsprogramms und Programmheftes. Allen angemeldeten Tagungsteilnehmern geht vorab auch eine Liste aller angemeldeten Teilnehmer zu, womit wir die tagungsüblichen Namensschildchen substituieren. Die Tagungsteilnahme ist kostenlos.

Wir bitten alle Vortragenden, uns bis spätestens zum So., 13. Sept. eine Schriftfassung (Entwurf) ihres Vortrags mit den einmontierten Abbildungen zu übermitteln.

Die Länge der Manuskripte sollte sich an der üblichen Vortragslänge von 20 Minuten orientieren, d. h. ca. sieben Seiten, ggf. plus Abbildungsteil, umfassen. Wer jedoch sogleich einen Aufsatz inkl. wiss. Apparat einreichen möchte, kann dies sehr gerne tun; Informationen zur Aufsatzlänge und zu den Redaktionsrichtlinien der Arch. Inf. finden Sie dort: archaeologische-informationen-fuer-autoren/redaktionsrichtlinien-ai

Eine Präsentation (PPT o.ä.) wird nicht benötigt. Die Vorträge bzw. Aufsätze gehen zeitnah an alle angemeldeten Tagungsteilnehmer, damit diese zum 20. Sept. bereits von allen Teilnehmern gelesen und durcharbeitet sind.

Am So., 20. Sept. findet die Veranstaltung dann für alle angemeldeten Tagungsteilnehmer als Online-Konferenz statt, und zwar in Zeitblöcken zu max. eineinhalb Stunden Dauer, dann jeweils mit einer anschließenden auskömmlichen Pause. Denn die aktuellen Erfahrungen in vielen Teams und im laufenden Sommersemester zeigen, dass "Dauer-Zoomen" sehr zehrend und ermüdend ist. Die Vortragenden fassen dann ihren "Vortrag" – der ja schriftlich vorliegt – zusammen, stellen das Wesentlichste heraus, sodass mehr Zeit in die Debatte zwischen allen Teilnehmern fließen kann.

Technisch werden wir den Online-Teil der Tagung mit "Zoom" durchführen. Für Vortragende und Teilnehmer, die im Alltag mit anderen Konferenzsystemen arbeiten, werden wir rechtzeitig Rat und Hilfe anbieten – Sie brauchen nur einen Rechner mit Webcam und eine Internetverbindung. Voraussichtlich bieten wir, auch als Training für uns, in den Tagen zuvor eine kurze Testsitzung an, damit wir alle prüfen können, dass die Technik "sitzt" und wir uns am 20. Sept. auf die Inhalte konzentrieren können.

Publikation der Vorträge bis Ende 2020/Anfang 2021

Die Vorträge und sich daraus entwickelnde Debatten werden im Anschluss an die Tagung, trotz der dann knappen Zeit, noch im Jahrgang 2020 in den "Archäologischen Informationen" veröffentlicht werden, weshalb die Manuskripteinreichung auf den 15. Okt. 2020 terminiert ist. Um die Vorträge gebündelt im Oktober prozessieren zu können, haben die Herausgeber der Zeitschrift begonnen, interne Arbeitsabläufe dahingehend auszurichten.

Für die Vortragenden bedeutet dies, dass ihre Beiträge auf der Tagung im Kollegenkreis eingehend debattiert werden und die daraus resultierenden Anregungen, Hinweise und Meinungsbilder noch für die finale, zur Veröffentlichung vorgesehene Fassung berücksichtigt werden. Für die Tagungsteilnehmer bedeutet dies, dass ihr Input am 20. Sept. eine wichtige Rolle spielt und dass die Ergebnisse der Tagung dann wenige Monate später schon auch als Veröffentlichung greifbar sein werden. Denkbar ist auch, für weitergehende Diskussionen mit dem seit langen Jahren bewährten Debattenformat "Forum" in den Archäologischen Informationen zu arbeiten.

Die Verluste der sozialen Qualitäten einer analogen Tagung vermag diese Planung nicht völlig auszugleichen, doch die wissenschaftliche Qualität kann aufrechterhalten werden.